Eine Mischung aus Brille und Headset, die uns Augmented-Reality sehen lässt und so Projekte, sowie Ideen in die Realität übertragen. Das klingt nach einem der beeindruckendsten, wie auch innovativsten Geräte auf den Märkten aktuell und genau das ist sie vermutlich auch. Alex Kipman, Erfinder der HoloLens, spricht im Interview mit cnet.com davon, dass heutzutage nicht nur das Universum existiere, in dem wir leben, sondern zudem ein weiteres, Digitales. Dabei schafft Mixed- / Augmented-Reality eine Verbindung dieser beiden und ermöglicht es uns, die Grenzen unserer Bildschirme zu durchbrechen.

Doch was können wir uns unter Mixed-Reality oder Augmented-Reality überhaupt vorstellen? Übersetzt sprechen wir von „vermischten“, beziehungsweise „erweiterten“ Realitäten, letztendlich handelt es sich tatsächlich exakt darum. Anders als bei der Virtual Reality, in der wir in eine neue Umgebung eintauchen und nichts mehr von dem sehen, was in unserer realen Umgebung geschieht, erweitert die Augmented Reality unsere Realität durch Zusatzinformationen computergestützter, holographischer Darstellungen. Das bedeutet so viel, wie eine Integration von 3D-Echtzeitabbildung unserer Programme, Projekte, Entwürfe oder Modellen in unsere natürliche Umgebung. Hierbei verbinden sich diese Darstellungen mit den gegebenen Örtlichkeiten und passen sich an.

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Betrachten wir zur Verbildlichung des Ganzen das Pilotprojekt von Ford zum Einsatz der HoloLens im Entwicklungsprozess. Traditionell geschieht die Entwicklung neuer Modelle sehr kurz zusammengefasst von einer 2D-Grafik über ein ausgearbeitetes 3D-Modell bis hin zum endentwickelten Produkt. Visualisiert wird dieses bisher vollständig mit Hilfe von Tonmodellen und den Entwürfen auf dem Bildschirm. Was jedoch durch den Einsatz der HoloLens möglich gemacht wurde, ist die Verbindung dieser Tonmodelle und zugleich von Fahrzeugen im Produktionsprozess mit holographischen 3D-Darstellungen neuer Anpassungen oder auch Ergänzungen. Dabei berechnet und analysiert die HoloLens die Umgebung so exakt, dass eine perfekte Verbindung zwischen der holographischen Darstellung mit dem Modell entsteht, wodurch ein unvergleichbarer Eindruck des potentiellen Endproduktes geboten wird. Designer können somit sehr viel schneller neue Prototypen sowie Anpassungen visualisieren und ihre Kreativität in einem neuen Maße ausleben.

Die Augmented-Reality beeinflusst unsere Wahrnehmung jedoch nicht nur visuell, sondern kann ebenso auditiv eingesetzt werden. Der so genannte Spatial Sound der HoloLens ermöglicht ein wahrheitsgemäßes Hörerlebnis der holographischen Darstellungen. Dabei werden die Bemessungen zur Richtung und unserem Abstand zu der Darstellung so verarbeitet, dass ein reales Hörerlebnis in unserer Umgebung ermöglicht wird. Vereinfacht gesagt, holografische Darstellungen mit Sound werden von uns je nach Position im Raum tatsächlich dementsprechend wahrgenommen. Ganz einfach so, als wären diese wirklich da. Desto näher wir stehen, desto lauter nehmen wir sie wahr, und umgekehrt.

Die Anzahl von Möglichkeiten, wie auch Einsatzfeldern, die die HoloLens schafft sind offensichtlich nur schwer zusammenzufassen, sie zeigen dennoch obgleich in etwas vereinfachter Theorie bereits, dass wir hier von der Zukunft des Computing sprechen, wobei die Grenzen unserer Bildschirme längst durchbrochen worden sind. Auch wenn für die große Mehrheit -ebenso mir- allein die Augmented-Reality lange Zeit nur aus Science-Fiction Filmen bekannt war, ist es noch beeindruckender festzustellen, welche neuen Chancen der Kommunikation, Interaktion und darüber hinaus Kreativität sich hierbei ergeben, gleichermaßen was alles in naher Zukunft möglich gemacht werden kann.

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Schon jetzt arbeiten und forschen namenhafte, große Unternehmen -wie auch Ford- tagtäglich mit der HoloLens und können so ihre Arbeit nicht nur effizienter machen, sondern auch regelrecht neue Möglichkeiten innerhalb der gesamten Branche schaffen. Ein weiteres, beeindruckendes Beispiel, dieses Mal aus dem Bereich der Raumfahrt, ist die NASA, die sich mit Hilfe der HoloLens tagtäglich die Umgebung des Mars in eigene Räume holt und es Wissenschaftlern so ermöglicht, sich auf einer realistischen Abbildung des Mars zu bewegen sowie zu arbeiten. Außerdem begleitet das Projekt Sidekick, Astronauten an Bord der Internationale Raumstation, wodurch es Problemlösung und Anweisungen durch Kollegen auf der Erde befähigt, oder stellt Einzelabläufe und Funktionen von Objekten dar, mit denen Astronauten gerade interagieren.

“Microsoft HoloLens is about transforming the ways you create, connect, and explore," said Alex Kipman, technical fellow, Windows and Devices Group at Microsoft. "Sidekick is a prime example of an application for which we envisioned HoloLens being used - unlocking new potential for astronauts and giving us all a new perspective on what is possible with holographic computing."

Spätestens nachdem wir uns intensiv damit beschäftigt haben, wie die HoloLens momentan praktisch in verschiedensten Bereichen schon eingesetzt werden kann und uns deutlich wurde, dass dem Projekt HoloLens, da es sich hier um eine Menge an unergründlichen Möglichkeiten handelt, eigentlich keine Grenzen gesetzt sind, haben wir uns Hals über Kopf in die HoloLens, sowie die Motivation hinter dem gesamten Projekt verliebt. Immer wieder beschäftigen wir uns mit dem Thema #futureworkplace und seinen Vorteilen, sowie allen Umsetzungsmöglichkeiten. Die HoloLens eröffnet allerdings eine komplett neue Dimension des Arbeitens, wobei sie alle klassischen Vorstellungen eines Berufsalltages definitiv über den Haufen wirft. Kurz und bündig haben wir hier noch einmal abschließend unsere #favoritefeatures zusammengefasst, denn wahre Liebe hat bekanntlich ihre Gründe.

  1. Vergiss nie die Welt um dich herum. Die Augmented-Reality erweitert unsere Umgebung lediglich um holografische Darstellungen, wir sehen trotzdem all das, was wirklich um uns herum geschieht. Unser Sichtfeld erweitert sich also, und wird nicht verändert.

  2. Fehler finden, Optimierungen ermöglichen. Klar, in Realität sieht am Ende alles anders auf, als auf Papier oder unseren Monitoren. Die Möglichkeit, Projekte laufend in jedem Produktionsschritt visualisieren zu können, gestattet es uns nicht nur, Verbesserungsmöglichkeiten laufend einzubringen, sondern ebenso unseren Kunden, Wünsche anzumerken oder Endprodukte frühzeitig zu visualisieren und kennenzulernen.

  3. Bildung mal anders. Durch Augmented-Reality können wir zu Lernendes besser verstehen, indem wir es visualisieren. Stellen wir uns einfach gesagt Medizinstudenten vor, die durch holographische 3D-Darstellungen jeder Schicht und jedes Organes unseres Körpers, besser als je zu vor lernen können, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist und funktioniert.

  4. Arbeit im Alleingang. Die HoloLens ist ein eigenständiger Computer mit Windows 10 als Betriebssystem. Eine Koppelung mit anderen Geräten ist zwar möglich, allerdings nicht notwendig, um die HoloLens einsetzen zu können.

  5. Wie es dir gefällt. Interaktionen mit den holografischen Darstellungen geschehen nicht per Mausklick oder Fernbedienung, sondern ganz einfach mit Hilfe von Gesten, Bewegungen und Sprache. Dabei ist es möglich, Darstellungen zu öffnen, zu ziehen, zu verschieben oder zu verändern. Da die HoloLens mit Windows 10 läuft, ist es außerdem möglich, neue Aufträge an Cortana zu erteilen.

  6. nerdfact für diejenigen, die gerne mit Insiderwissen glänzen: Die visualisierten Projekte sind keine Hologramme im eigentlichen Sinne, sondern holografische Darstellungen. Diese entstehen durch zwei wesentliche Faktoren im Zusammenspiel: Der Licht-Engine der HoloLens simuliert die Entfernung des Trägers und des darzustellenden Projekts. Gleichzeitig ist eine Art Weitwinkel-Kinect-Sensor in der Lage einen dreidimensionalen Plan von der Umgebung des Trägers zu erstellen. Beides ermöglicht eine realitätsnahe Visualisierung in unserer Umgebung.

Den WOW-Faktor bietet die HoloLens offensichtlich allemal. Diejenigen, die sich gerne auch noch einmal visuell begeistern lassen wollen, können sich einfach nochmal das Video unten anschauen. Wir sprechen aus Erfahrung, wenn wir sagen, hat man sich das ganze einmal wirklich angesehen, sinkt die Kinnlade noch ein Stückchen mehr.

Viel Spaß beim Staunen!
Sara

PS: Übrigens: Microsoft HoloLens gibt´s bei Surface.Love schon ab 87,60 EUR/ Monat. Wer will da noch kaufen?